Tanz-Dich-Frei-Demonstration: 5 Jahre danach

Heute, am 21. September 2018, jähren sich die Ausschreitungen um die unbewilligte Tanzdemo in der Stadt Winterthur zum fünften Mal. Ein Ereignis, das schockierte und nicht vergessen ist. Was ist seither geschehen? Rückblickend haben wir alles daran gesetzt, das Bestmögliche aus den bedauerlichen Ereignissen zu machen. Statt nur auf Repression zu setzen, haben wir den Fokus auf Prävention und die gemeinsame Lösungsfindung gelegt. Wir setzen heute auf den direkten Kontakt, auf Gespräche und Vermittlung, um Nutzungskonflikte zu reduzieren oder gar vorzubeugen. Dabei war und ist mir in meinem Departement wichtig, dass wir eine Haltung des Ermöglichen einnehmen. So haben wir auch das hinter der Tanzdemonstration stehende politische Anliegen nach mehr Freiräumen in Gang gesetzt - und treffen uns bis heute regelmässig mit Vertreterinnen und Vertretern aus Kultur, Gastgewerbe etc. zu sogenannten Freiraumgesprächen. Auch der Kultur- und Gastromanager, ein vereinfachtes Onlinebewilligungstool für Nutzungen des öffentlichen Raumes sowie verlängerte Öffnungszeiten für Gastwirtschaften im Freien sind zentrale Massnahmen, die daraus resultierten. Der Polizeieinsatz vom 21.9.13 selbst wurde politisch und polizeilich gründlich aufgearbeitet, intensiv diskutiert, analysiert und abgeschlossen. Die juristische Aufarbeitung erfolgte über die zuständigen Gerichte, ohne strafrechtlichen Folgen für die Mitarbeitenden der Stapo Winterthur.